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Francesco Cavallo vom Christophoruswerk findet die Ehrenamtsbroschüre gut; Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg Francesco Cavallo vom Christophoruswerk findet die Ehrenamtsbroschüre gut; Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg

Engagement ist keine Selbstverständlichkeit

Ehrenamtsbroschüre beim Danktag der Diakonie vorgestellt

Jedes Gemeinwesen benötige effektive staatliche Organe, damit es funktioniere. „Ob ein Gemeinwesen darüber hinaus blüht und gedeiht, hängt davon ab, wie viel bürgerschaftliches Engagement in ihm stattfindet.“ Mit diesen Worten beginnt Pastor Stephan Kiepe-Fahrenholz seine Predigt im Gottesdienst zum Danktag Ehrenamt der Diakonie.

Engagierte aus evangelischen Kirchengemeinden, Einrichtungen und der Diakonie waren am Sonntag, 30. Oktober 2016 in der evangelischen Kirche Meiderich zusammen gekommen, um sich selbst einmal bedienen und unterhalten zu lassen... bei Gesprächen, Speisen, Getränken und der Musik der Band „BENNA“.

Thomas Krützberg, Leiter des Dezernates für Familie, Bildung und Kultur der Stadt Duisburg, bezeichnet in seinem Grußwort bürgerschaftliches Engagement als „eine bedeutsame Ressource“. Es verbessere das soziale Klima und die Lebensqualität in der Stadt und verdiene daher Anerkennung und Würdigung. Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, hingegen sieht die Ehrenamtlichen als einen Schatz, der der Kirche geschenkt wurde: „Was wären unsere Kirche und Diakonie, wenn es nicht Menschen wie Sie gäbe, die sagen: ‚Ich helfe dir, ich höre dir zu, weil ich mich meinem Glauben verpflichtet fühle. Weil ich es so will.‘“

Im Foyer des Gemeindezentrums stellen mehrere Einrichtungen ihre Arbeit und die ganz unterschiedlichen Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement vor. Ulrike Rittmann ist pensionierte Lehrerin und die „Meidericher Marmeladenfrau“, wie sie selbst sagt. Sie engagiert sich für „pro dommo“, den Förderverein zur Erhaltung der Evangelischen Kirche Mittelmeiderich in Duisburg. Mit Unterstützung des Fördervereins werden beispielsweise neue Fenster für das Kirchengebäude finanziert. Ulrike Rittmann verkauft zu diesem Zweck auf Festen und Veranstaltungen Marmeladen, die sie aus dem Obst aus ihrem Garten einkocht. Für den Danktag Ehrenamt hat sie Sorten wie Rhabarber-Pfirsich und Kürbis-Orange mitgebracht. Sie engagiert sich ehrenamtlich für die Kirchengemeinde, weil „ich bin hier geboren und liebe Meiderich. Meine Familie hat sich auch ehrenamtlich engagiert, ich bin damit aufgewachsen.“

Ute Glados und Anny Mohrmann nehmen für das Hospiz BETHESDA am Danktag teil und erzählen von ihrer Arbeit in der ambulanten Begleitung und palliativen Beratung von Schwerkranken und deren Angehörigen. Anny Mohrmann hat vor rund vierzehn Jahren den ersten Kurs zur Ausbildung von Ehrenamtlichen in der Einrichtung besucht und ist bis heute dabei geblieben: „Wir möchten die Schwerkranken auf ihrem Weg begleiten, ihnen Gespräche anbieten und die Angehörigen entlasten. Mit uns können die Patienten ganz anders sprechen als mit ihren Familienangehörigen. Ich empfinde meine Aufgabe als sehr bereichernd und lerne unglaublich viel von den Menschen.“

Wer überlegt, die eigene freie Zeit für andere Menschen einzusetzen, wird in der Broschüre „Ehrenamt in der Diakonie für Duisburg“ fündig, die über 40 Möglichkeiten des Engagements aufführt. Sie steht als Download auf den Internetseiten www.kirche-duisburg.de und www.diakonie-duisburg.de bereit. Für Beratungsgespräche steht Carmen Stanjohr, Ehrenamtsbeauftragte des Diakonischen Werkes Duisburg, telefonisch unter der Nummer 0203/2951-3164 zur Verfügung. Dort kann die Broschüre zum kostenfreien Versand bestellt werden.

Text und Bilder: Nina Golombek

 

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31.10.2016



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