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Lena ist dankbar für die Erziehungstipps, die sie in der Spielgruppe bekommt: Foto: www.diakonie-rwl.de; Sabine Damaschke Lena ist dankbar für die Erziehungstipps, die sie in der Spielgruppe bekommt: Foto: www.diakonie-rwl.de; Sabine Damaschke

Diakonie gegen Armut - Serie der Diakonie RWL

"Mittendrin" in Duisburg – Sozialarbeit im Stadtteil

Sie wird gerne als "Stadtteilmutter" bezeichnet: Marzia Micarelli arbeitet für die Diakonie im Duisburger Viertel Neuenkamp. Von einem sozialen Brennpunkt mag hier niemand sprechen. Die Armut wird versteckt. Für die Sozialarbeiterin heißt das: genau hinschauen, Vertrauen schaffen, diskret Hilfe leisten. Und vor allem: Vorurteile zwischen Bewohnern und Flüchtlingen abbauen.

"Braucht ihr noch Kaffee oder Brötchen?" ruft Marzia Micarelli in die Runde der sieben Frauen, die um einen Tisch im Wohnzimmer der Etagenwohnung sitzen, in der die Sozialarbeiterin ihr Büro hat. Es ist laut. Die Frauen lachen, ihre Kinder spielen in der Ecke oder stehen am Tisch.

"Alles gut", sagt Janine Konrad laut – und Marzia Micarelli verschwindet in ihrem Büro. Anträge fürs Sozial- und Jugendamt bearbeiten, Beratungstermine abstimmen, mit einer Kita telefonieren. Es ist immer viel zu tun. Unterdessen kümmert sich Janine um die Spielgruppe, die sich hier jeden Mittwoch trifft.

"Ich habe sie vor vier Jahren mitgegründet", erzählt die 28-jährige Mutter von drei Kindern stolz. Janine Konrad ist in Duisburg-Neuenkamp aufgewachsen. Mit 18 Jahren hat sie ihr erstes Kind bekommen, gekellnert, eine Ausbildung gemacht. Heute arbeitet sie als Familien- und Seniorenbetreuerin und ist alleinerziehend.

Das Geld ist knapp – wie bei allen Frauen, die sich hier regelmäßig treffen. Aber von Armut möchte niemand sprechen. Auch die 20-jährige Lena (Name geändert) nicht, die zwei Kinder hat, von Hartz IV lebt und bald eine Ausbildung zur Altenpflegerin beginnt. In die Spielgruppe kommt sie, um andere Mütter zu treffen und Erziehungstipps zu erhalten.

Lesen Sie den gesamten Artikel und sehen Sie weitere Bilder hier.

Text und Fotos: Sabine Damaschke, www.diakonie-rwl.de

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05.05.2017



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