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Duisburger Trägerkreis Offener Ganztag Duisburger Trägerkreis Offener Ganztag

Duisburger Trägerkreis Offener Ganztag

„OGS darf keine Glückssache sein“

Der Zusammenschluss von allen freien Trägern der Duisburger Offenen Ganztagsschulen fordert in einer Stellungnahme Qualitätsstandards und eine bessere finanzielle Ausstattung für die Duisburger Offenen Ganztagsschulen.  
 

Der Zusammenschluss von allen freien Trägern der Duisburger Offenen Ganztagsschulen zu einem gemeinsamen Trägerkreis kämpft bereits seit vielen Jahren für eine bessere finanzielle Ausstattung für den Offenen Ganztag in Duisburg, um eine qualitativ hochwertige Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit zum Wohle der anvertrauten Kinder zu gewährleisten, weiterzuentwickeln und auszubauen. Jetzt fordert er in einer Stellungnahme Qualitätsstandards und eine bessere finanzielle Ausstattung für die Duisburger Offenen Ganztagsschulen.  

Die strukturelle Unterfinanzierung des Programms „Offene Ganztagsschule“ (OGS) auf Landesebene verstärkt sich besonders in Kommunen mit angespannter Haushaltslage wie in Duisburg, da keine zusätzlichen freiwilligen Eigenanteile, die z.B. in anderen Kommunen wie Bochum, Düsseldorf oder Köln gezahlt werden. Bemerkbar macht sich diese finanzielle Ungleichbehandlung zum einen in der Beschäftigungsmöglichkeit von qualifiziertem Fachpersonal mit entsprechender tariflicher oder tariflich angelehnter Bezahlung sowie zum anderen im Betreuungsschlüssel und der Gruppengröße.

Echte, sog. rhythmisierte Ganztagsstrukturen, in denen Lehrkräfte und OGS-Teams gemeinsam den „GanzTag“ von 8 – 16 Uhr kindgerecht gestalten, neue Lernorte und die Einbindung informeller Lernmöglichkeiten eröffnen und eingebunden werden, orientiert an den Bedürfnissen und Entwicklungen der Schulkinder, sind darüber hinaus nur mit auskömmlichen und umfänglichen Arbeitsverhältnissen von 30 – 39 Std./wöchentlich möglich.

Auch eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern der Schule ist aufgrund der sich nur zum Teil überschneidenden Einsatzzeiten (in der Regel ab 12 Uhr) kaum umsetzbar.

Auch eine Platzdeckelung der OGS-Plätze trotz entsprechender hoher Nachfrage seitens Eltern, eine große Raumnot und fehlende Ausstattungsmittel für den Offenen Ganztag, sind Folgen der Unterfinanzierung, die sich in Duisburg ganz besonders stark zeigen.

Individuelle Förderung, Kleingruppen- und Projektgruppenarbeit, die dem Bildungsauftrag des Offenen Ganztags entspricht, ist ebenfalls nur in einem begrenzten Rahmen und nur durch das außerordentliche und tatkräftige Engagement der OGS-MitarbeiterInnen vor Ort möglich.

Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf zu fördern und zu fordern, Kinder mit Fluchterfahrungen oder aus bildungsfernen sowie sozialschwachen Familien zu unterstützen und so gleichberechtigte Bildungschancen zu schaffen, sind erklärte Ziele aller Beteiligten und dürfen nicht bloße Lippenbekenntnisse bleiben – dafür bedarf es eines verlässlichen und rechtlich fest verankerten Rahmens mit verbindlichen Qualitätsstandards basierend auf einer auskömmlichen und dynamischen Finanzierung orientiert an den Förderrichtlinien des Kinderbildungsgesetzes „KiBiz NRW“, um die Offene Ganztagsschule zu einem Ort des Lernens und Lebens und einer inklusiven Bildungseinrichtung für alle Kinder zu gestalten, in der alle Akteure Hand in Hand und auf Augenhöhe kooperieren und zusammenarbeiten.

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04.07.2017



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