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Seniorenzentrum Altenbrucher Damm

Harfenklänge berühren die Seele

Leise zupft Marianne Schroers, die im Sozialen Dienst des Seniorenzentrums Altenbrucher Damm in Buchholz arbeitet, an den Saiten ihrer Veeh-Harfe und sofort ist eine ganz entspannte Stimmung im Raum. Sie spielt ein bekanntes Lied, das unmittelbar zum Mitsingen einlädt, und das tut ihre Mutter Maria auch, die ihr direkt gegenübersitzt, denn man kann gar nicht anders.

Die Harfenklänge erreichen die Herzen derer, die sie hören und wecken Erinnerungen und Emotionen. 

Marianne Schroers mußte dafür keinen jahrelangen Musikunterricht nehmen, denn das Konzept der Veeh-Harfe ist so einfach wie genial: Unter den Saiten der Harfe liegt eine Notenschablone. Die eingezeichneten Punkte zeigen an, welche Saiten zu zupfen sind und geben Hinweise zum Rhythmus. Dem folgt man, und mit ein wenig Übung kann man schnell die schönsten Melodien erklingen lassen. Christine Jansky von der Senioren- und Demenz-Fachberatung Buchholzer Fenster erklärt dazu: „Wir, die Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienstes haben in der ersten Fortbildung sofort gemerkt, wieviel Kraft in den Veeh-Harfenklängen liegt. Im Umgang mit Menschen mit einer Demenz haben wir inzwischen erstaunliche Reaktionen bekommen. Plötzlich war da ein Zugang zu den Menschen, der vorher so nicht da war, sie wurden ruhig, entspannten sich, versuchten mitzusingen oder sogar selbst ein paar Töne anzuspielen  – berührende Erfahrungen für beide Seiten.“

Der nächste Schritt daraus ein Konzept für die Entlastungsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu entwickeln war dann nicht weit. Die Einsatzmöglichkeiten im Häuslichen Unterstützungsdienst und im Demenzcafé sind vielfältig. Man braucht dafür allerdings eine Schulung für die Mitarbeitenden und die Instrumente selbst, die nicht ganz günstig sind. Dank einer großzügigen Unterstützung durch die Richter-Grau-Stiftung konnten zwei Veeh-Harfen und Noten angeschafft werden. Ehrenamtliche Mitarbeitende wurden geschult und seither haben die Veeh-Harfen ihren festen und wohlklingenden Platz in der häuslichen Unterstützung. 

„Wir wollen das Konzept noch ausbauen und auch für den Stationären Bereich eigene Veeh-Harfen anschaffen ...“, erklärt Christine Jansky – „…denn wir sind überzeugt, dass wir mit Musik Menschen berühren können – und das kann sogar die Begleitung im Sterbeprozess unterstützen.“ Dass das Konzept ausgebaut werden kann, sichern auch die Christophorus-Stiftung und eine private Stiftung aus dem Duisburger Süden, die bereits eine großzügige finanzielle Unterstützung des Projektes zugesagt haben. Mehr Infos zu den Beratungs- und Entlastungsangeboten des Buchholzer Fensters im Seniorenzentrum Altenbrucher Damm des Ev. Christophoruswerkes erhalten Sie bei Christine Jansky, Tel. 0203 79 79 114, christine.jansky@cwdu.de.

Text und Bild: www.cwdu.de

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12.06.2018



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