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Die Gedenkkapelle Junkernstrasse; Foto: www.ekadu.de Die Gedenkkapelle Junkernstrasse; Foto: www.ekadu.de

Erklärung zum 80. Jahrestag der Pogromnacht - Andacht in der Gedenkkapelle

Rassismus und Antisemitismus zu keinem Zeitpunkt verschwunden

Anlässlich des 80. Jahresgedenkens an die Pogromnacht warnen evangelische Kirche und ihre Diakonie vor erneuter Sprachlosigkeit und Tatlosigkeit, denn  Rassismus und Antisemitismus seien in der Gesellschaft „zu keinem Zeitpunkt verschwunden.“ Die Erklärung wird am 9. November 2018 in der Gedenkkapelle in einer Andacht um 18 Uhr verlesen. Sie ist zum stillen Gedenken von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Anlässlich des 80. Jahresgedenkens an die Pogromnacht am 9. November 1938 warnen Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, und Stephan Kiepe-Fahrenholz, Leiter des Diakonischen Werkes Duisburg, vor erneuter Sprachlosigkeit und Tatlosigkeit, denn  Rassismus und Antisemitismus seien in der Gesellschaft „zu keinem Zeitpunkt verschwunden.“ Die Erklärung wird am Freitag, 9. November 2018 in der Gedenkkapelle der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg, Junkernstr. 4, 47051 Duisburg, im Rahmen einer Andacht verlesen. Die Gedenkkapelle ist zum Stillen Gedenken an die Opfer der Pogromnacht und des Holocausts an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Interessierte haben dort auch die Möglichkeit, die Zustimmung zu dieser Erklärung durch eine Unterschrift zu dokumentieren.

Die Erklärung im Wortlaut ist auf dieser Seite weiter unten in einem PDF-Dokument zu lesen.

Zur Info: 

Die Gedenkkapelle wurde 1987 an der Stelle errichtet, an der die zerstörte Synagoge stand. Anlässlich der Einweihung sagte der damalige Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Jaques Marx: „Heute am 7. Tamus 5747 habe ich die traurige Ehre, als Leiter der jüdischen Gemeinde - auf ihrer ehemaligen Stelle - festzustellen, dass nichts mehr davon übrig geblieben ist ...“ Und an Pfarrer Hinnenberg gewandt sagte er im Blick auf die Errichtung der Gedenkkapelle: „Ich weiß auch, dass Sie nicht ein jüdisches Denkmal mit einem christlichen überdecken, vielmehr werden Sie hier ständig das Andenken an unser Gotteshaus wach halten, so dass auch die Schatten nicht verdrängt und vergessen werden.“ (Zitat aus der Dokumentation zur Gedenkkapelle an der Junkernstraße, zu beziehen bei der Gemeinde Alt-Duisburg - www.ekadu.de).

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02.11.2018



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