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Alle an einem Plan - das Bild zeigt Architekten, Vertreter der evangelischen Gemeinde Alt-Duisburg, des Christophoruswerkes und der Sozialstationen; Foto: www.cwdu.de Alle an einem Plan - das Bild zeigt Architekten, Vertreter der evangelischen Gemeinde Alt-Duisburg, des Christophoruswerkes und der Sozialstationen; Foto: www.cwdu.de

Marienquartier

Wohnen und Leben an der Marienkirche

Noch befindet sich das Projekt des Bauherrn, des Evangelischen Christophoruswerkes, in einer frühen Planungsphase, doch schon jetzt lässt sich ablesen, wie passend und lebendig die Neunutzung des Grundstücks an der Steinschen Gasse / Josef-Kiefer-Straße, also direkt an der Marienkirche, die Innenstadt bereichern und ergänzen kann.

Dazu sagt der Vorstand des Ev. Christophoruswerkes Ulrich Christofczik: „Wenn die Gremien positiv entscheiden, kann hier an geschichtsträchtigem Ort zwischen Kirche und alter Stadtmauer das neue Marienquartier entstehen – eine architektonisch reizvolle Anlage mit sozialer Nutzung in vielfacher Hinsicht. Im Mittelpunkt steht die Begegnung und die wechselseitige Beziehung des Miteinanders von Kirchengemeinde, seniorengerechtem Wohnen und den Angeboten der Ev. Sozialstationen, die hier ihre Diakoniestation Mitte einrichten und überdies eine Tagespflege betreiben werden.“

Ermöglicht hat das Projekt ein Beschluss der Ev. Kirchengemeinde Alt-Duisburg, die Grundstückseigener ist. Im Zusammenhang mit der längerfristigen Entwicklung der Gemeinde Alt-Duisburg hatte das Presbyterium die Entscheidung getroffen, dass die Marienkirche als Gemeindezentrum umgestaltet werden und auch weiterhin als eine Gottesdienststätte dienen soll.

Mit dieser Entscheidung verbunden ist der Abriss des bisherigen Gemeindezentrums, des Küsterhauses und des Pfarrhauses. Eine Neugestaltung der Marienkirche und die Sanierung des Gemeindehauskomplexes wie auch des Pfarrhauses hätte die Finanzierungsmöglichkeiten der Gemeinde, aber auch den längerfristige Bedarf deutlich überstiegen. Da die Gemeinde diesen Teil des  Grundstücks  nicht mehr benötigt, hat sie sich nach Interessenten umgesehen.

Dazu sagt der Vorsitzende des Presbyteriums Jörg Hoffmann: „Von Beginn an hat das Presbyterium die Vorstellung gehabt, dass dies nach Möglichkeit ein diakonischer Träger sein sollte. Dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen. Die Gemeinde ist dafür sehr dankbar. Das Presbyterium hofft, dass dadurch auch nach außen hin die Zusammengehörigkeit und die Zusammenarbeit diakonischer Einrichtungen und Gemeinden zum Ausdruck gebracht werden kann, gerade auch durch den markanten Standort um die Marienkirche."

Um eine gute Baulösung zu finden, fand ein Architektenwettbewerb statt, aus dem „Druschke und Grosser Architektur“ als Sieger hervor gingen. Das Marienquartier prägen wird ein L-förmiges Gebäude, das mit großer Nachhaltigkeit und Wertigkeit entworfen und dem Quartier eine eigene Identität geben wird. Das Duisburger Architekturbüro wurde schon in der Vergangenheit für seine kreativen Leistungen mit renommierten Preisen ausgezeichnet und verfügt über große Erfahrungen mit ähnlichen Bauprojekten. Der viergeschossige Neubau soll die Bauflucht der Josef-Kiefer-Straße und der Steinschen Gasse aufgreifen und hat damit einen nahezu identischen Verlauf mit den Resten der alten Stadtmauer, die Teil des Projektes sind. Der respektvolle Umgang mit dem Denkmalschutz in Bezug auf die Stadtmauer ist selbstverständlich. Über Jahrhunderte lebten die Menschen an der Stadtmauer – dieser Gedanke wird durch den Entwurf wiederbelebt. Die L-Form des Gebäudes öffnet sich hin zum Haupteingang der Marienkirche. Dadurch wird ein großzügiger Platz mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten geschaffen, und gleichzeitig entsteht ein ruhiges Quartier als Abschluss der Altstadt – eben das Marienquartier.

„Ankermieter“ werden die Ev. Sozialstationen sein. Der diakonische Anbieter von ambulanter Pflege hat in Duisburg etwa 200 Pflege- und Hauswirtschaftskräfte sowie Alltagsbegleiter und pflegt täglich etwa 1000 Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. Neben den Büros der Diakoniestation Mitte werden die Ev. Sozialstationen im Marienquartier eine Tagespflege für 16 Gäste einrichten, die über einen großzügigen Wohnbereich mit Küche sowie Gruppen- und Ruheräume verfügen wird. Ein kleiner „Sinnesgarten“ ergänzt die Möglichkeiten. In den oberen Etagen wird das Ev. Christophoruswerk 26 seniorengerechte Wohnungen zwischen 49 m² und 92 m² vermieten. Das Konzept „Nachbarschaftswohnen mit Service“ ermöglicht die Unabhängigkeit und Selbständigkeit in der eigenen Wohnung und bietet durch feste Ansprechpartner gleichzeitig die Sicherheit bei allen Eventualitäten des Lebens im Alter fachliche Beratung und Unterstützung bekommen zu können.

Baubeginn für das Marienquartier könnte 2021 sein, der Bezug der Räumlichkeiten würde dann 2022 stattfinden.

Text und Bild: www.cwdu.de

 

 

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23.11.2018



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