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Die Beratungsstelle in Hamborn; Foto: Evangelische Beratungsstelle Duisburg Moers, Andreas Reinsch Die Beratungsstelle in Hamborn; Foto: Evangelische Beratungsstelle Duisburg Moers, Andreas Reinsch

Der Jahresbericht der Evangelischen Beratungsstelle Duisburg/Moers ist erschienen

Bedarf psychologischer Beratungen um 10 Prozent gestiegen

Den Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten zur Seite zu stehen – das haben die 24 Mitarbeitenden der Evangelischen Beratungsstelle Duisburg/Moers im vergangenen Jahr mehr als 2270 mal getan. Damit lag die Zahl der Beratungen nahezu 10 Prozent höher als im Vorjahr, notiert der frisch erschienene Jahresbericht zusammenfassend für das vergangene Jahr.

„Ein deutliches Signal, dass hier gesellschaftlich etwas im Argen liegt, was die Menschen deprimiert, besorgt, verunsichert“, interpretiert Anka Jäger, Leiterin der Ev. Beratungsstelle diese unerfreuliche Entwicklung. „Wir unterstützen die Ratsuchenden dabei, die inneren und äußeren Bedingungszusammenhänge für Konflikte, Krisen und Leiden besser zu verstehen, Lösungen für ihre Konflikte und Probleme zu finden oder mit nicht lösbaren Problemen leben zu lernen.“ Unterstützt werden Frauen und Männer jeden Alters mit psychologischer Beratung in Erziehungs-, Familien-, Ehe-, Partnerschafts- und Lebensfragen, bei Fragen zur Schwangerschaft, sowie im Schwangerschaftskonflikt, wenn Frauen nicht wissen, ob sie die Schwangerschaft abbrechen sollen oder nicht. „Ergebnisoffen“, betont Anke Jäger. „Und natürlich beraten wir Eltern auch nach der Geburt weiter, nicht nur, aber auch im ‚Baby Stress‘, und auch später bei allen Problemen und Sorgen, die das Leben verdüstern.“
In den vergangenen Jahren sind zudem weitere Arbeitsgebiete hinzugekommen, etwa eine Erziehungsberatung innerhalb von 24 Stunden, in der es um akute Probleme und Konfliktfälle geht. Oder die „Diagnostik und Hilfe bei Vermutung von sexuellem Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen“ im Bereich Duisburg. Auch zu diesen Themen bietet der Bericht Informationen. Zudem wirken sich Entwicklungen in anderen Ländern auf die Arbeit der Ev. Beratungsstelle Duisburg / Moers aus, etwa, Kriege, Hunger, Verfolgung, die Menschen zur Flucht zwingen. So werden z. B. Geflüchtete mit ihren Traumata beraten. Für geflüchtete schwangere Frauen hat die Ev. Beratungsstelle zudem das MoCa (MothersCafé) aufgebaut, das den Frauen den Kontakt zu anderen in ähnlichen Situationen ermöglicht. Den Jahresbericht mit einer Vielzahl von weiteren Themen, umfassendem Datenmaterial und internen Fakten aus der Arbeit an den beiden Standorten in Moers und Duisburg können Interessierte jetzt downloaden unter www.ev-beratung.de.

Weitere Informationen: Getragen wird die Evangelische Beratungsstelle von den beiden evangelischen Kirchenkreise Moers und Duisburg. Sie bezahlen jährlich etwa 580.000 Euro dafür. Der Kirchenkreis Kleve unterstützt die Arbeit ebenfalls.Die Beratungen sind kostenlos und vertraulich. Wer sich beraten lassen möchte, muss einen Beratungstermin vereinbaren.

Standort Moers: Humboldtstraße 64, 47441 Moers, Tel: 02841 9982600
Standort Duisburg: Duisburger Straße 172, 47166 Duisburg (Hamborn), Tel.: 0203 990690
www.ev-beratung.de

Text: Evangelischer Kirchenkreis Moers; 22.8.2019, Pressemitteilung

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22.08.2019



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