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Mitarbeitende der Evangelsichen Sozialstationen Duisburg, Foto: www.pflege4du.de Mitarbeitende der Evangelsichen Sozialstationen Duisburg, Foto: www.pflege4du.de

Ambulante Pflege

Evangelische Sozialstationen Duisburg werden 40

Seit 40 Jahren sorgen Mitarbeitende der evangeischen Sozialstationen in Duisburg und Dinslaken dafür, dass Menschen auch im Alter Zuhause in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Sie werden dort individuell nach ihren Bedürfnissen unterstützt, in allen Bereichen der Behandlungspflege, Pflege und Betreuung, Hauswirtschaft und in der Alltagsunterstützung. 

Auch als Urlaubsvertretung für Angehörige (Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege) sorgen Sie für Entlastung. Mit dem Pflegenotruf in der ambulanten Pflege sind sie rund um die Uhr erreichbar.
Im Stadtbild sieht man heute täglich 60 kleine Autos der Ev. Sozialstationen auf den Straßen, die auf dem Weg zu den Patienten sind. Täglich nehmen etwa 1.200 Menschen die Leistungen in Anspruch. 250 Mitarbeitende kommen in die Haushalte – pflegen und unterstützen und das ohne Stoppuhr in der Hand. Auch wenn Einsätze heute anders geplant werden und geplant werden müssen, für ein persönliches Wort und ein Gespräch gibt es Zeit.
Menschlich zugewandte Pflege in der häuslichen Umgebung war auch vor 40 Jahren die Triebfeder für die Gründung der Ev. Sozialstationen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Zeit machten das möglich, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen machten es nötig. Zu Beginn gab es zwei Sozialstationen – jeweils eine für den Kirchenkreis Duisburg Süd und Nord. Träger war das Diakonische Werk im Kirchenkreis Duisburg. Entstanden sind sie aus der Tradition der Gemeindekrankenpflege. Die Kirchengemeinden hatten Gemeindeschwestern, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Haushalte gingen und dort die Menschen betreuten und pflegten. Im weiten Umkreis Vorreiter für viele die danach kamen war dann das „Duisburger Modell“. Kern war die professionelle Ausbildung vieler Hilfskräfte, diese wurden unter die Aufsicht der Gemeindeschwestern gestellt sowie die Einsatzleitung erstmals zentral verantwortet. Das war 1978/79 neu und hat sich als Konzept bewährt, auch wenn es heute keine Gemeindeschwestern mit Fahrrad mehr gibt. Dafür gibt es drei Diakonie-Pflegezentren in Duisburg Nord, Mitte/Süd und Dinslaken, die die Einsätze der 250 Mitarbeitenden planen. Darüber hinaus gibt es eine  Seniorenwohngruppe, und seit 2017 komplettiert eine Tagespflege in Dinslaken das Angebot.

Die Mitarbeitenden sind das Herz der Ev. Sozialstationen. Kontinuierlich wird in allen Einrichtungen ausgebildet, damit jederzeit ausreichende Kapazitäten vorhanden sind, um den Bedarf der Menschen nach Versorgung zeitnah erfüllen zu können. Während in der Politik noch über flächendeckende Tarife und Mindestlohn in der Pflege diskutiert wird, arbeiten die Mitarbeitenden der Ev. Sozialstationen im Tarif des AVR DD (Öffentlicher Dienst Diakonie), der aktuell im Bereich der Pflege am besten bezahlt. Darüber hinaus wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement für Mitarbeitende stetig ausgebaut, was auch für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Ambulanten Pflege insgesamt gilt. Verantwortung für Menschen beinhaltet bei den Ev. Sozialstationen beides: Patienten und Mitarbeitende.

Die Ev. Sozialstationen sind einen langen Weg gegangen. Heute sind die sie eine GmbH, die ohne weitere Zuschüsse von der Bezahlung der Leistungen das Angebot organisiert und erweitert. Gesellschafter sind das Ev. Christophoruswerk e.V., die Evangelische Altenhilfe Duisburg GmbH und der Förderverein Diakoniestation Evangelischer Kirchengemeinden im Kirchenkreis Dinslaken e.V. Organisatorisch hat sich vieles entwickelt. Von den Gemeindeschwestern zu Pflegezentren, vom Fahrrad zum kleinen Flitzer. Wurden vor 40 Jahren von den Pflegekräften eigenständig Termine mit Stift, Papier und Telefon gemacht, senden die Leitungsteams der Pflegezentren heute die Tagesplanung direkt auf das Smartphone der Mitarbeiter – da kann man schnell reagieren, kurzfristige Änderungen vornehmen und flexibler planen. Und pflegerisch ist man sowieso immer am Puls der Zeit. Inhaltlich bleibt man aber wie seit 40 Jahren dicht an den Bedürfnissen der Menschen – und das wird sich auch in den nächsten 40 Jahren nicht ändern.

Text und Bild: www.pflege4du.de

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21.11.2019



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