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Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege Duisburg

Erklärung zur Dezernatsbesetzung in Duisburg

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege Duisburg setzen sich nachdrücklich dafür ein und erwarten von der Politik und vom Oberbürgermeister, dass zur Vermeidung einer dauerhaften Überlastung der Bereich der Kultur innerhalb des Verwaltungsvorstands anderweitig angebunden wird. Die Zuständigkeit für Kinder, Jugend und Familie, Bildung, Arbeit und Soziales soll in einem Dezernat gebündelt bleiben.

Hier die Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege Duisburg zur Dezernatsbesetzung in Duisburg im Wortlaut:

Gemäß Beschlusslage des Rates der Stadt wird der bisherige Beigeordnete für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales, Herr Thomas Krützberg, zum 01.05.2020 in die Geschäftsführung des Immobilienmanagements Duisburg wechseln. Seine bisherige Position wird ausgeschrieben.

Die Ratsdebatte am 16.12.2019 hat gezeigt, dass zwischen den Fraktionen unterschiedliche
Vorstellungen darüber bestehen, ob das Dezernat in seinem bisherigen Zuschnitt wieder besetzt
werden oder aus diesem Anlass andere Zuordnungen vorgenommen werden sollen. Der
Oberbürgermeister hat sich dahin gehend geäußert, dass diesbezüglich noch Gelegenheit zur
Beratung sei.

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege setzen voraus, dass diese Frage ausschließlich in
der Orientierung an der Sache entschieden wird. Nicht nur die allgemeine politische Diskussion
des vergangenen Jahrzehnts, nicht nur der parallel erfolgte Erkenntnisfortschritt in der
Sozialwissenschaft, sondern auch die konkreten Entwicklungen in der Stadtgesellschaft, die
etwa in dem jüngst erst verabschiedeten und veröffentlichten Sechsten Sozialbericht ihren
Niederschlag gefunden haben, zeigen mit aller Klarheit, dass Duisburg sozialpolitisch vor drei
wesentlichen, miteinander eng zusammenhängenden Herausforderungen steht: Bekämpfung
von Armut und Arbeitslosigkeit - Integration aller Bürgerinnen und Bürger in die Stadtgesellschaft
- chancengleicher Zugang zu Bildung und Lebensgestaltung.

Ebenso klar ist, dass diese Schlüsselaufgaben nur zu bewältigen sind, wenn zwischen den
damit vorrangig befassten kommunalen Ämtern und Dienststellen keine oder möglichst wenige
Kompetenzüberschneidungen bestehen und stattdessen gut funktionierende Schnittstellen
und Crossover-Prozesse gestaltet und gepflegt werden.

Aus diesem Grund setzen sich die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege nachdrücklich dafür
ein und erwarten von der Politik und vom Oberbürgermeister, dass zur Vermeidung einer dauerhaften
Überlastung der Bereich der Kultur innerhalb des Verwaltungsvorstands anderweitig
angebunden wird, dass aber ansonsten die Zuständigkeit für Kinder, Jugend und Familie, Bildung,
Arbeit und Soziales in einem Dezernat gebündelt bleibt und einer bzw. einem Beigeordneten
übertragen wird.

Duisburg, 17.12.2019
(gez.) Stephan Kiepe-Fahrenholz
Sprecher der Wohlfahrtsverbände

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17.12.2019



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